Kukita – Künstler*innen in die Kita

Vordergrund: Glas steht auf Arbeitsplatte mit Farben, gefüllt mit vielen verschiedenen Pinseln, Hintergrund Ölgemälde von Nadine JorkFrühkindliche Bildung stärken. Kreativität fördern. Kunst erfahrbar machen

Wir wissen, wie wichtig frühkindliche Bildung ist – und wie stark Kinder von künstlerischen Impulsen profitieren. Deshalb unterstützen wir das vom Land NRW geförderte Programm Kukita NRW – Künstlerinnen und Künstler in die Kita und setzen es bereits an mehreren Kindertagesstätten mit großer Freude um.

Was ist Kukita NRW?

Das Landesprogramm „Künstlerinnen und Künstler in die Kita“ wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
Partner des Programms sind:

• Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW (Begleitmaßnahmen)
• Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e.V. (Praxisseminare)

Warum Kunst in die Kita gehört

Kinder entdecken sich und die Welt spielerisch: kreativ, neugierig und voller Ausdruckskraft.
Musik, Tanz, Theater, Gestalten oder Bewegung – alle künstlerischen Ausdrucksformen geben ihnen Raum, innere Bilder sichtbar zu machen und die Welt sinnlich zu begreifen.

Künstler*innen bringen neue Ideen, Materialien und Impulse in den Kita-Alltag. Sie eröffnen Einblicke in professionelle künstlerische Arbeitsweisen und zeigen Kindern die Vielfalt der Kultur in ihrer Umgebung.

Ein partizipatives Projekt

Kukita setzt auf Zusammenarbeit:

• Kinder gestalten aktiv mit
• Eltern werden einbezogen
• Künstler*innen und pädagogische Fachkräfte arbeiten eng zusammen

So entsteht ein kreatives Miteinander, in dem alle voneinander lernen.

Unsere Beteiligung

Wir setzen Kukita bereits an mehreren Kitas um – mit großem Spaß, inspirierenden Projekten und vielen positiven Rückmeldungen der Kinder, Eltern und Teams.

Kukita bedeutet: voneinander, miteinander lernen – und Kindern von Anfang an den Zugang zur Kunst zu öffnen.

 

 

Ablauf unserer Kukita-Proramme

Wir gestalten jedes Programm individuell und orientieren uns eng an den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen der Kindergärten und Familienzentren. Gruppengrößen, Altersstufen, Dauer der Einheiten sowie Ort und Zeit werden gemeinsam mit den pädagogischen Teams abgestimmt. So entstehen passgenaue und gut integrierte künstlerische Angebote für den Kita-Alltag.

 

1) Der behutsame Start – Ankommen, Kennenlernen, Vertrauen aufbauen

Der erste Termin mit den Kindern ist für uns etwas ganz Besonderes. Wir gestalten den Einstieg bewusst ruhig und niedrigschwellig, damit die Kinder Zeit haben, uns und das neue kreative Umfeld kennenzulernen.

 

Beispiel 1 – Selbstportraits als Einstieg

In einem Kindergarten starten wir mit Selbstportraits:
Die Kinder lernen mich langsam kennen – und können sich gleichzeitig selbst bildlich darstellen.
Gemeinsam sprechen wir darüber: Was ist ein Portrait eigentlich, wofür malt man es und auch was gehört dazu - und was vielleicht nicht?

Ein sanfter, achtsamer Beginn, der mögliche Unsicherheiten reduziert und Vertrauen aufbaut.

  

 

 

Beispiel 2 – Ein Fantasiewesen aus Recyclingmaterial als Gruppenprojekt

In einem anderen kukita-Programm beginnen wir mit der Gestaltung eines großen, gemeinsamen Fantasiewesens aus Recyclingmaterial. Ein Fantasiewesen bietet den Kindern besonders viel Raum für kreative Freiheit: Wie könnte ein solches Wesen aussehen – vielleicht mit 3 Köpfen oder sieben Beinen? Welchen ungewöhnlichen Namen könnte es tragen? Oder auch: In welchen Farben oder Mustern könnte es gestaltet sein?

So entsteht ein ganz besonderes Unikat, mit dem sich alle Kinder identifizieren können – denn jedes Kind darf einen eigenen Bestandteil des Wesens auswählen und gestalten.

Durch die gemeinsame Arbeit an diesem großen Projekt entstehen schnell natürliche Begegnungen. Die Kinder kommen ohne Druck miteinander und mit mir ins Gespräch. Gleichzeitig ermöglicht mir dieser Einstieg, ihre aktuellen Fähigkeiten unmittelbar kennenzulernen – eine wichtige Grundlage für die weitere Planung des Gesamtprogramms.

 

 

2) Unterschiedlichste Projekte durchführen
Im weiteren Verlauf des kukita-Programms setzen wir eine Vielzahl unterschiedlicher künstlerischer Vorhaben um. Dabei geht es einerseits darum, die motorischen Fähigkeiten der Kinder zu fördern und ihnen grundlegende sowie weiterführende Kreativtechniken näherzubringen. Gleichzeitig stärken wir ihre eigene Ausdrucksfähigkeit und unterstützen sie darin, eigene Ideen mutig auszuprobieren.

Ebenso wichtig ist uns die Vermittlung von Wissen über Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Epochen und künstlerischen Bereichen. So erhalten die Kinder – altersgerecht und spielerisch – erste Einblicke in die Vielfalt der Kunstwelt und lernen, wie unterschiedlich Kreativität aussehen kann.

All dies geschieht mit viel Freude, Staunen und Entdeckungslust. Denn unser Ziel ist es, die Kinder nicht nur anzuleiten, sondern ihnen einen Raum zu eröffnen, in dem Kunst lebendig, spannend und mit allen Sinnen erfahrbar wird. Und die Ergebnisse? Die können sich wirklich sehen lassen:

Nachstehend werden hier einige, ausgewählte Projekte vorgestellt:

 

Mosaik - Technik: ein Windlicht gestalten

Dieses Projekt orientiert sich an den Werken des berühmten katalanischen Künstlers Antoni Gaudí. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns einen Teil seiner Bauwerke angeschaut, über seine Ideen gesprochen und besonders die von ihm häufig verwendete Mosaiktechnik in den Blick genommen.

Im Anschluss haben wir diese Technik selbst ausprobiert, indem wir individuelle Windlichter in Mosaiktechnik gestaltet haben. Die Kinder durften farbige Mosaiksteine sorgfältig anordnen und in ein eigenes Design verwandeln. Nachdem der Vervollständigung mit Spachtelmasse, sind es kleine Kunstwerke, die ein faszinierendes Farbspiel erzeugen und ein warmes, lebendiges Licht verbreiten.

Die Kinder haben diese Technik mit großer Begeisterung angenommen und ohne Schwierigkeiten umgesetzt. Sie waren sichtbar stolz auf ihre Ergebnisse – jedes Windlicht ein ganz persönliches, einzigartiges Kunstwerk.

Fähigkeiten unmittelbar kennenzulernen – eine wichtige Grundlage für die weitere Planung des Gesamtprojekts.

 

 

Stempel - Technik: ein Bild wie Alma Thomas stempeln

Ein weiteres Projekt widmet sich der Künstlerin Alma Thomas. Gemeinsam haben wir ihr Leben, ihre farbintensive Kunst und ihre Arbeitsweise erkundet. Besonders ihre strukturierten, rhythmischen Farbfelder haben die Kinder fasziniert. Anschließend haben wir in der Stempeltechnik eigene Werke gestaltet und mit Farben und Mustern experimentiert. Diese Technik eignet sich ideal auch für jüngere Kindergartenkinder – sie ist leicht umzusetzen, fördert Kreativität und wurde von allen mit großer Begeisterung aufgenommen.

 

 

Bleistiftzeichnung: Arbeiten wie Albrecht Dürer

In einem weiteren Projekt lernten die Kinder den Künstler Albrecht Dürer kennen. Wir beschäftigten uns mit seiner Person, seiner Lebenszeit und betrachteten einige seiner Werke sehr genau. Dabei wurde deutlich, wie präzise Dürer seine Motive beobachtete und wiedergab.

Diese Arbeitsweise probierten die Kinder selbst aus:
Mit einem harten und einem weichen Bleistift, ohne Farbe, aber mit einem konzentrierten, genauen Blick entstanden eindrucksvolle Zeichnungen. Die Kinder erfuhren, wie wichtig genaues Hinsehen, Geduld und bewusstes Arbeiten sind – und wie viel Ausdruck auch ohne Farbe möglich ist.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten, zu gestalten, zu basteln, sich auszudrücken und Neues zu entdecken – genau das setzen wir kontinuierlich gemeinsam mit den Kindern um und eröffnen ihnen so immer wieder neue kreative Erfahrungen.

Kontakt

Suchst du Kunst, die berührt – statt nur zu dekorieren? Dann schau hin. Schreib uns. Oder komm vorbei.

Kontakt & Kauf auf Anfrage. Einzelwerke erhältlich, Ateliertermine & individuelle Führungen buchbar.

 

Kontakt@linesofjork.de

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